Nicole Dufft, Peter Kreutter, Stephan Peters, Frieder Olfepubliziert im Dezember 2017
Download der Studie: http://www.betterplace-lab.org/de/digitalisierung-von-non-profit-organisationen/
Die plusbildung Herbsttagung 2017 vom 28. und 29. November 2017 im Mattli Antoniushaus in Morschach bot den Teilnehmenden einen einführenden Einblick in die schier unbegrenzten Möglichkeiten für Zusammenarbeit, Vernetzung und Lernen in Zeiten der Digitalisierung – eine Entwicklung, die fasziniert, herausfordert, aber auch überfordert und polarisiert.
Eine Wahrnehmung stand am Anfang: Die Bildungswelt befindet sich stark im Umbruch und kreiert neue Trends und digitale Formen der Bildung. Was damit aber genau verbunden ist, und welche Perspektiven sich daraus für die eigene Bildungsarbeit ergeben – mit diesen Fragen setzte sich die Tagung vertiefter auseinander.
Die Einführung durch den Fachreferenten Dr. Christoph Schmitt machte schnell einmal klar, dass es beim Thema neue Formen von Bildung bzw. Digitalisierung nicht einfach um die Anwendung dieses neuen Sozialen Mediums oder jenes zusätzlichen elektronischen Tools geht, sondern dass mit der Digitalisierung ein gravierender kultureller Wandel verbunden ist. Auf den Punkt bringen lässt sich diese Veränderung vielleicht im Ausdruck „Netzwerkkultur“. Demnach wird man als Anbieter einer Dienstleistung oder eines Bildungsangebots künftig ungleich stärker als bislang gefordert sein, in Kooperationen zu denken und sich mit anderen Partnern analog oder digital zu vernetzen. Bezogen auf Bildungsangebote zeichnet sich dabei ab, dass die digitale Kultur sich weg entwickelt von geplanten, gesteuerten, klar nachvollziehbaren und strukturierten Angeboten, hin zu gleichberechtigten, kooperativen, mitgestalteten, individuell-offenen Angeboten des vernetzten Lernens. In der Konsequenz sind für Bildungsanbieter damit längerfristige Herausforderungen des Umdenkens und der kulturellen Veränderung verbunden, welche sich nicht von einem Tag auf den anderen bewerkstelligen lassen.
Die Tagung zeigte aber mögliche erste, gangbare Schritte in die digitale Welt auf: etwa durch den Aufbau einer E-Plattform oder eines WiKi, durch einen Blog oder Podcast, mit einigen Tipps zu Tools, mit denen sich verstärkt online arbeiten und mit Gleichgesinnten vernetzen lässt – oder gar mit dem Versuch, einen Online-Bildungskurs (MOOC) zu skizzieren.
Wie weit man sich in die digitale Welt hineingeben und vertiefen möchte, bleibt aber auch in Zeiten der Digitalisierung stets der Abwägung und Entscheidung jedes einzelnen anheimgestellt.
Weiterführender Publikationshinweis: Christoph Schmitt, Digitalisierung für Nachzügler. Einsichten eines digitalen Immigranten (Ebook): https://www.bildungsdesign.ch/über-mich/
Der Fachreferent Dr. Christoph Schmitt (Mitarbeiter Zentrum für Lernen und Lehren der Hochschule Luzern; Bildungsberater, Supervisor & Coach bso, www.bildungsdesign.ch) nutzt die neuen Technologien seit Jahren, ist weltweit vernetzt, ein „virtueller“ Unternehmer und bekannter Blogger.
Link zur Tagungsdokumentation mit „Bildungs-Bild“ der Teilnehmenden, Fragen, Charts, Kollaboration (Auszug aus iBook) … > (Dropbox von Christoph Schmitt)
Tagungsprogramm DE (PDF), Programme FR (PDF)
Der plusbildung-Workshop 2017 vom 28. November im Mattli Antoniushaus zeigte auf, welche Möglichkeiten die digitalen Kanäle bieten, mit potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Kontakt zu treten und sie für Veranstaltungen zu gewinnen.
Der Fachreferent Erik Senz (dipl. Betriebswirt, Leiter Schulungen für «Kommunikation in der Kirche») plädierte sehr dafür, bei allen Überlegungen und Massnahmen konsequent die Nutzerperspektive einzunehmen – ganz nach dem Motto „Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Fischer“. Eine simple Botschaft, die man sich jedoch immer wieder bewusst in Erinnerung rufen sollte.
Das Wichtigste im digitalen Marketing sei eine gute, mobilfreundliche Website, so Senz. Sie sollte klar und übersichtlich sein und den Nutzer schnell zum Ziel führen. In drei Klicks muss der Nutzer das finden, was er oder sie gesucht hat. Dann gehe es auch darum, die Nutzer auf die Website zu „locken“ resp. ihre Aufmerksamkeit auf weitere Informationen und Angebote zu lenken.
Weitere Massnahmen wie Newsletter, Social Media (Facebook und Twitter) sowie Google Adwords wurden vorgestellt, ihre wichtigsten Merkmale, Vorteile und Nachteile diskutiert.
Nach zwei Stunden intensiver Inputs war klar: Es gibt viele Chancen, aber man kann auch viel Zeit für Massnahmen verwenden, die am Ende nicht den gewünschten Effekt haben. Deshalb ist es gemäss Senz essenziell, sich im Klaren darüber zu sein, welche Personen man ansprechen will, und sich Gedanken darüber zu machen, wann und wo sich diese Zielgruppe im „digitalen Raum“ aufhält. Die kurze, aber wichtige Schlussbemerkung verdeutlichte, dass man diesen „Raum“ nicht unterschätzen sollte. In den Sozialen Medien tummeln sich zum Beispiel nicht nur diejenigen, die aktiv mit Kommentaren reagieren. Die grosse Mehrheit – rund 90% (!) der Nutzer – sind stille Mitleserinnen und Mitleser. Nur 9% der Nutzer bewegen sich (re)aktiv im virtuellen Raum, und nur gerade 1% kreieren selbst Inhalte.
Die ganze Dokumentation mit der Präsentation finden Sie hier:
– Präsentation
– Handout
Die Lernmobilität leistet einen Beitrag zur Professionalisierung der Weiterbildung sowohl im personellen Bereich als auch auf der Ebene der Organisationsentwicklung.
Austausch und Mobilität ermöglichen bereichernde Erfahrungen. Wer einen Aufenthalt in einer anderen Kultur wagt, erweitert den persönlichen Horizont und erwirbt dabei wichtige berufliche und soziale Kompetenzen. Auf institutioneller Ebene stärken Austausch und Mobilität den nationalen Zusammenhalt in der Schweiz und die Internationalisierung von Bildung, Kultur und Wirtschaft.
Movetia unterstützt Lernmobilitäten von Bildungspersonal im europäischen Ausland finanziell. Dabei handelt es sich um geplante Lehr- oder Lernaufenthalte. Die Weiterbildung im Ausland orientiert sich am Bedarf des Bildungspersonals und an den Zielen, die die Einrichtung mit dem Mobilitätsprojekt verfolgt.
Öffentliche und private Einrichtungen, welche in der Erwachsenenbildung tätig sind oder Einrichtungen, welche Erwachsenenbildungsinstitutionen koordinieren, können einen Antrag einreichen – nicht jedoch Einzelpersonen.
Weitere Informationen > Movetia – Austausch und Mobilität
Der Ratgeber „Weiterbildung in der Schweiz“ erklärt das Schweizer Bildungssystem und nimmt neue Entwicklungen , beispielsweise neue Lernformen auf. Er hilft Weiterbildungsinteressierten, sich auf dem unüberschaubaren Markt zu orientieren und dient Fachpersonen als Nachschlagewerk.
Autorin: Regula Schräder-Naef
Herausgeber: SVEB und SKS
170 Seiten
Vertrieb: SVEB, CHF 28
Detaillierte Information, Leseprobe und Bestellmöglichkeit > SVEB Shop
Links zu Bibliotheksverbünden, Kantons- und Gemeindebibliotheken sowie Spezialbibiotheken
Links zu den Schweizer Bibiotheken und online-Katalogen
Der Bildungspass ist ein Plus in Sachen Weiterbildung. Er schafft Übersicht und Transparenz für Arbeitnehmende ebenso wie für die Arbeitgeber: Im Bildungspass werden alle absolvierten Aus- und Weiterbildungen sowie Kursbesuche, Praktika und ehrenamtliche Tätigkeiten nachgewiesen. Ebenfalls im Bildungspass ersichtlich sind die Abschlüsse, Zertifikate oder Diplome, die in den Bildungsveranstaltungen erworben wurden.
Der Bildungspass bietet dem Personal und dem Unternehmen einen kompakten Überblick über die Entwicklung der individuellen Weiterbildungsaktivität. Der Bildungspass ist im persönlichen Besitz der Inhaberin/des Inhabers. Er kann bei allen Bildungsanbietern, bei in- und externen Weiterbildungsveranstaltungen im In- und Ausland eingesetzt werden. Bisher wurden landesweit rund 960’000 Bildungspässe verkauft. Der Pass ist in der ganzen Schweiz bekannt und bei Bildungsanbietern sehr gut akzeptiert. Der Bildungspass wird in einer dreisprachigen Version (dt./frz./ital.) angeboten; dadurch kann er auch bei regionaler Mobilität der Angestellten problemlos weiterverwendet werden.
Zu beziehen im SVEB-Shop
die plusbildung Herbsttagung 2016
vom 22. und 23. November 2016 im Zentrum Neu-Schönstatt
hatte das Kerngeschäft resp. die Kernkompetenz der Bildungsfachleute aus der Ökumenischen Bildungslandschaft Schweiz zum Thema. Entsprechend lebhaft und engagiert wurde diskutiert.
Die Fachreferentin Dr. Rebecca A. Giselbrecht (Direktorin und Dozentin, Center for the Academic Study of Christian Spirituality, Theologische Fakultät der Universität Zürich) provozierte und polarisierte mit ihrem Impulsreferat.
Peter Roth (freischaffender Musiker, Komponist, Chor- und Kursleiter, u.a. Mitinitiant von KlangWelt Toggenburg) begeisterte die Teilnehmenden mit seinem Werkstattbericht über die Verknüpfung von Spiritueller Erfahrung und Musik.
Dokumentation:
Präsentation Dr. R.A. Giselbrecht
Tagungsprogramm DE (PDF), Programme FR (PDF)
Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello, Entwicklungspsychologin der Universität Bern und Stiftungsrätin der Pro Senectute Schweiz sowie der Seniorenuniversität Bern referierte an der KAGEB Generalversammlung vom 14. April 2016 in Zürich.
Die längere Lebensspanne sowie die Tatsache, dass Wissen schnell veraltet, impliziert die Notwendigkeit, sich ein Leben lang weiterzubilden. Die meisten «jungen Alten», die Babyboomer, tun dies auch. Sie wollen ihr Rentenalter nicht einfach absitzen, sondern es sinnvoll nutzen und ihr Wissen laufend erweitern. Was genau sind ihre Bedürfnisse bezüglich Bildung? Was sind die Möglichkeiten und die Grenzen? Gibt es individuelle Unterschiede und worin bestehen diese?