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EKS definiert „Bildung und Berufe“ als Handlungsfeld

Der Präsident von plusbildung im strategischen Ausschuss der EKS für das Handlungsfeld «Bildung und Berufe»

Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche der Schweiz EKS vom 13. bis 15. Juni 2021 hat festgehalten: «Handlungsfelder werden dort eingerichtet, wo besondere Herausforderungen für das gemeinsame Wirken der EKS und der Mitgliedkirchen bestehen und wo gleichzeitig eine Notwendigkeit und eine Dringlichkeit vorliegen, dass die EKS und die Mitgliedkirchen im genannten Bereich verstärkt gemeinsam Aufgaben bewältigen.» Zudem hat die Synode die drei ersten Handlungsfelder bestimmt, namentlich «Kommunikation», «Bildung und Berufe» sowie «Bewahrung der Schöpfung».

Die Arbeit in den Handlungsfeldern ist vorläufig auf vier Jahre angelegt, d.h. sie sollen auch abgeschlossen und zu gegebenem Zeitpunkt durch neue ersetzt werden können. Jetzt hat der Rat der EKS für jedes Handlungsfeld seinen strategischen Ausschuss eingesetzt. Die strategischen Ausschüsse bestehen aus Fachexpertinnen und -experten, Kirchenleitungsmitgliedern und Synodalen und werden von einem Ratsmitglied präsidiert. Die Mitglieder der strategischen Ausschüsse bringen ihre Erfahrungen und Kompetenzen ein und haben teil an zentralen Schritten der Weiterentwicklung der EKS und der Mitgliedkirchen.

Handlungsfeld «Bildung und Berufe»

Pfr. Walter Lüssi, der Präsident von plusbildung, wurde vom Rat der EKS in den strategischen Ausschuss für das Handlungsfeld «Bildung und Berufe» gewählt.

Für die Arbeit des Ausschusses wurden vier grundsätzliche Anliegen/Ziele formuliert:

  1. Die kirchliche Bildungsarbeit ist geprägt durch eine Vielfalt an Strukturen, insbesondere im non-formalen Bildungsbereich, die historisch gewachsen sind. Allein der Strukturerhalt (Gremienarbeit) verbraucht Zeit und Energie, die anschliessend der inhaltlichen Arbeit fehlen. Diese Vielfalt verhindert eine Übersicht über die verschiedenen gebotenen Dienstleistungen und eine klare mittel- und längerfristige strategische Planung des Ressourceneinsatzes. Eine temporär eingesetzte Arbeitsgruppe hat im Auftrag des EKS-Rates eine Auslegeordnung über die gesamte kirchliche Bildungslandschaft erarbeitet. Diese kann als Basis für die Weiterarbeit an diesem Ziel herangezogen werden. Das Handlungsfeld Bildung und Berufe kann in diesem Bereich die bestehenden Angebote auf ihre Wirkung und Finanzierung prüfen, konkrete Bündelungsmöglichkeiten identifizieren und beantragen lassen.
  2. Bei formalen Lehrgängen (besonders im Bereich Religionspädagogik, Katechetik und Kirchenmusik) sowie bei non-formalen Bildungsangeboten (z.B. Theologiekurs für Erwachsene, Sterbebegleitung, Prädikanten- und Prädikantinnenausbildung) könnte die überkantonale Vernetzung und Zusammenarbeit zu einer verstärkten gegenseitigen Anerkennung von Bildungsabschlüssen und zu einem effizienteren Ressourceneinsatz führen. Gleichzeitig können die Bildungsangebote auf einer gemeinsamen digitalen Plattform allen Mitgliedkirchen niederschwellig zugänglich gemacht werden. Das Handlungsfeld Bildung und Berufe kann in diesem Bereich die beste Vernetzungsform identifizieren, mit der eine bessere Anerkennung der Abschlüsse und die Errichtung einer digitalen Plattform verwirklicht werden kann.
  3. Die Kirchen stehen vor der Herausforderung (die sich mit der Covid-19-Pandemie noch verschärft hat) zeitgemässe formale und non-formale Kurse, Lehrgänge und Ausbildungen anzubieten, die den Erwartungen der Kirchenmitglieder, der Gesellschaft, der Auszubildenden und der Kirche als Arbeitgeberin gerecht werden. Im Handlungsfeld Bildung und Berufe sollte dabei überlegt werden, wo die Diskussion über die aktuellen und zukünftigen Berufsbilder und Tätigkeitsanforderungen und über die damit verbundenen Bildungsangebote stattfinden soll.
  4. Nachwuchsmangel betrifft alle kirchlichen Berufe. Kirche als Arbeitgeber scheint generell wenig attraktiv zu sein. Die Nachwuchsförderung Theologiestudium und Pfarramt wird von der Werbekommission Theologiestudium WEKOT verantwortet. Verschiedene Mitgliedkirchen haben in den letzten Jahren Initiativen ergriffen, um für die Kirche als Arbeitgeber zu werben. Darüber hinaus müsste die Nachwuchsförderung auf die Westschweiz ausgeweitet werden, um allen Mitgliedkirchen eine entsprechende Dienstleistung zur Verfügung zu stellen. Das Handlungsfeld Bildung und Berufe könnte eine gesamtschweizerische Nachwuchsförderung konturieren und abklären, inwiefern diese eventuell ökumenisch stattfinden könnte.

Weitere Informationen
zu den EKS Handlungsfeldern
zu EKS

 

 

@pixabay/mohamed hassan

Bildung und digitale Transformation

Präsenzunterricht, E-Learning und Blended Learning
Impuls von Walter Lüssi, Präsident plusbildung

  • Beim Präsenzunterricht geht es um «Anwesenheit». Die physische Anwesenheit der Teilnehmenden und der Kursleitung ermöglicht Interaktion. «Anwesenheit» impliziert ebenso festgesetzte Termine an bestimmten Tagen. Wer sich angemeldet hat, wird erwartet. «Anwesenheit» korrespondiert mit Aufmerksamkeit. Die „physische“ Infrastruktur verleiht dem Kurs einen klar definierten Rahmen und hilft, sich auf das Thema zu fokussieren und mit der Kursleitung und den übrigen Kursteilnehmenden im Austausch zu sein. «Anwesenheit» motiviert, individuelles Wissen zu erweitern und herausgefordert durch die anderen neugierig zu bleiben.
    Andererseits: Der Präsenzunterricht erfordert eine Anpassungsleistung an das Niveau der Gruppe. Überspitzt gesagt: Während sich die einen langweilen, sind die anderen bereits überfordert. «Anwesenheit» an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit setzt zudem zeitliche Verfügbarkeit und eine gewisse Nähe zum Kursort voraus. Fahrkosten und weitere Auslagen kommen zum Kursgeld dazu.
  • E-Learning ermöglicht Zugang zu einer beinahe unendlichen Wissensdatenbank, die zu jeder Tages- und Nachtzeit, an jedem Wochentag und an jedem Ort zugänglich ist. Das Lerntempo ist frei wählbar. Es gibt keine geografischen Einschränkungen und keine Fahrspesen. Computer oder ein Smartphone und ein Internetanschluss sind weitgehend ohnehin vorhanden. Durch die Beseitigung von Barrieren steht E-Learning für geringere Kosten. Die Vielfalt der Inhalte eröffnet Möglichkeiten für eine Demokratisierung des Zugangs zu Bildung.
    Andererseits: E-Learning verlangt, allein vor seinem Computer zu sitzen, sich meist selbst zu disziplinieren, zu konzentrieren und zu motivieren. Die Anstrengung, regelmässig und dauerhaft dran zu bleiben, sich von Fernsehen, Handy, Kinder, Haustiere, Hobbies und anderen Bedürfnissen nicht ablenken zu lassen und Lücken im vollen Zeitplan zu finden, überfordert viele. Zudem bedeutet der Umstand, dass Lernressourcen zur Verfügung stehen, noch nicht, dass wir sie auch gut organisiert und sinnvoll nutzen.
  • Blended Learning erscheint mit Blick auf die Zukunft von Bildung als ein vielversprechender Mittelweg. Es kombiniert selbstgesteuertes Online-Lernen und die Interaktion mit einer Kursgruppe und der Kursleitung. Wird Blended Learning zudem kombiniert mit Coaching oder Tutoring, können Kursteilnehmende auf individuelle und personalisierte Weise während des gesamten Bildungsprozesses gefördert werden. Durch das Konzept des umgedrehten Unterrichts (flipped classroom), das vom Kursteilnehmenden erwartet, Kenntnisse und Wissen über einen Selbstlernprozess (self-learning) im Vorfeld zu erarbeiten und eigene Erfahrungen einzubringen, wird Bildung vermehrt zu einem wechselseitigen Prozess. Präsenzveranstaltungen dienen dann vorwiegend für den Austausch unter den Anwesenden, für die Vertiefung des Gelernten und für den offenen Dialog.
    Andererseits: Auch Blended Learning ist nicht einfach eine Patentlösung, denn diese Form der Bildung erfordert ebenfalls Zeit und natürlich ein gewisses Budget.

 

Unterlagen – auch kirchliche –  zum Thema «Digitale Bildung»:

Wie digitale Medien Bildung verändern Herausforderungen, Chancen und Projektideen; Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Zentrum Bildung:
https://www.zgv.info/fileadmin/Daten/News_Downloads_2015/2017_01_06_Broschuere_Digitale_Medien_Freigabe_25.04.2016.pdf

Monitor Digitale Bildung. Die Weiterbildung im digitalen Zeitalter; Bertelsmann Stiftung:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/user_upload/BSt_Monitor_Digitale_Bildung_WB_web.pdf

“The lockdown of physical co-operation touches the heart of adult education”: A Delphi study on immediate and expected effects of COVID-19; Bernd Käpplinger:
https://link.springer.com/article/10.1007/s11159-020-09871-w

 

 

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Lernen online – auch in der Erwachsenenbildung

Sammlung hilfreicher Links zu Websites und Tools zum Thema Online-Learning, digitale Lernformen

 

Die letzte Qualitätstagung des SVEB fand online statt und beschäftigte sich mit Fragen nach der Qualität von Online-Bildungsanlässen:
https://alice.ch/de/informiert-bleiben/newsroom/detail/digitaler-unterricht-gut-oder-nur-gut-genug/


Der SVEB.space ist eine digitale Plattform für den selbstorganisierten Austausch rund um das Thema «Digitales Lernen und Unterrichten». Das Prinzip ist einfach: Kursleitende und weitere Interessierte aus der Weiterbildung können im SVEB.space zusammenfinden, sich über bestimmte Themen austauschen und gemeinsam Veranstaltungen planen:
https://alice.ch/de/svebspace/


Unter der Leitung der Pädagogischen Hochschule Schwyz bieten Expertinnen und Experten Hilfestellung und Unterstützung, wie Bildung trotz Corona in der Schule funktionieren könnte. Für den Schulbereich geschaffen, bietet die Plattform neben Austauschforen in übersichtlicher Darstellung praktische Ansätze, um Bildungsinhalte für Online-Formate aufzubereiten:
https://www.lernentrotzcorona.ch/Lernentrotzcorona


Digiprof bietet ErwachsenenbildnerInnen neben Anwendungswissen auch Anregung zur Reflexion. Die Plattform zielt zudem auf eine positive Haltung und Unterstützung durch die jeweilige Bildungsorganisation, um neue Herausforderungen meistern zu können:
https://erwachsenenbildung.at/digiprof/neuigkeiten/15390-digitale-kompetenzen-in-der-eb-es-geht-nicht-nur-um-tools.php
https://erwachsenenbildung.at/downloads/digiprof/Linksammlung_DigiTalk-16.12.2020.pdf
https://erwachsenenbildung.at/digiprof/werkzeuge/


EBmoocplus ist ein offener Onlinekurs für die Erwachsenenbildung. Er vermittelt ErwachsenenbildnerInnen in Lehre, Training und Bildungsmanagement das Wichtigste zum digitalen Arbeiten in der Praxis. Der Kurs ist kostenfrei, kann zeitlich flexibel absolviert werden und wird durch ein Zertifikat („Teilnahmebestätigung“) bescheinigt. EBmoocplus ist noch bis 31. Dezember 2021 als begleiteter Selbstlernkurs mit allen Funktionen wie Tests, Quizzes, Videos, Foren uvm. verfügbar:
https://erwachsenenbildung.at/ebmooc/


Die Videokonferenzlösung BigBlueButton ist eine Alternative zu Zoom (Open space, mit ähnlichen Funktionen wie Zoom, z.B. Breakout-Rooms):
https://bbb.ch-open.ch/b


Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sind bezüglich Digitalisierung wohl die «fitteste» Kirche in Deutschland. Sie bietet auch einen Blog des Fachbereichs Erwachsenenbildung und Familienbildung im Zentrum Bildung der EKHN:
https://erwachsenenbildung-ekhn.blog/edutalk/


«Padlet» ist eine digitale Pinnwand, auf der Texte, Bilder, Videos, Links, Sprachaufnahmen, Bildschirmaufnahmen und Zeichnungen abgelegt werden können. Dabei werden verschiedene Vorlagen geboten, um in die kooperative Arbeit zu starten:
https://de.padlet.com/
Grundlagen zu «Padlet» – Erstellen & Anordnen von Moderationskarten (inkl. Links, Bilder & Videos):
https://ivi-education.de/video/digitale-pinnwand-padlet/


Mentimeter ist eine App für Echtzeit-Feedback während einer Präsentation. Über eine App auf einem Mobilgerät oder über eine Webseite können sich die Teilnehmer unter Kenntnis eines Zugangscodes mit der Sitzung des Präsentators verbinden. Zu den Funktionen, die Teilnehmende mit ihren digitalen Endgeräten nutzen können, gehören: Schreiben von Kommentaren und Fragen, Durchführung von Umfragen und graphische Aufbereitung der Ergebnisse, Durchführung eines Quizes, Gemeinsame Bildung einer Schlagwortwolke
https://www.mentimeter.com/?utm_campaign=first%20page&utm_medium=web-link&utm_source=govote&utm_content=&utm_term=&_ga=2.124135049.2020444555.1611917362-21869396.1611917362


«Wonder» ist ein Tool vor, das für «Pausen» während Online-Veranstaltungen geeignet ist. Es ermöglicht, sich im virtuellen Konferenzraum zu tummeln, ins Gespräch zu kommen und spontan Kontakte zu knüpfen:
https://www.wonder.me/


«Answer Garden» ist ein Web-Tool, auf dem mehrere Personen zu einer Frage mit Begriffen antworten können. Die Anzeige der eingegebenen Begriffe erscheint in Form einer Wortwolke. Der Dienst ist kostenlos. Eine Registrierung ist nicht nötig:
https://answergarden.ch/create/


«Web-Whiteboard» ist eine digitale Leinwand, auf der geschrieben und gezeichnet werden kann. Es können Ideen gesammelt, bewertet, geteilt und festgehalten werden. Das Tool eignet sich auch für die Methode «Stummes Gespräch» in Online-Formaten. Praktische Anleitung und Hinweis zu Whiteboard-Tool:
https://wp.vbg.net/bibellesen-mit-online-whiteboard/


«ThingLink» ist eine Bildungstechnologie-Plattform, mit der Bilder, Videos und virtuelle Touren auf einfache Weise um zusätzliche Informationen und Links erweitert werden können. Mit «ThingLink» werden Bilder interaktiv. Die Basisversion für die Bildbearbeitung ist für Bildungseinrichtungen kostenlos:
https://thinglink.com/edu


Auf e-teaching.org finden sich wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Informationen zur Gestaltung von Bildungsanlässen mit digitalen Medien. Das nicht-kommerzielle Portal ist ein Angebot des Leibniz-Instituts für Wissensmedien:
https://www.e-teaching.org/


Bremer, C. (2004); Szenarien mediengestützten Lehrens und Lernens in der Hochschule:
https://www.bremer.cx/paper23/paper_bremer_alicebuch.pdf

Bremer, C. (2005), Handlungsorientiertes Lernen mit Neuen Medien:
https://www.bremer.cx/paper24/bremer_online_paedagogik2005.pdf

Bremer: Planung von eLearning‐Veranstaltungen – ein Planungsleitfaden zur Planung von eLearning‐Veranstaltungen:
https://www.bremer.cx/material/Bremer_Mehrwerte_Planung.pdf


Die plusbildung Geschäftsstelle nimmt weitere Hinweise gerne auf und aktualisiert diese Liste laufend.

@erasmus+

BILDUNG – Building Inclusive Lifelong learning systems by Developing a European Understanding of Bildung for the Next Generations

Kurzbeschreibung

Hauptziel des Projektes BILDUNG ist es, das nordisch geprägte Konzept ganzheitlicher «Bildung» als zukunftsorientiertes Konzept zu erforschen und daraufhin zu analysieren, wie es im aktuellen Kontext dazu beitragen kann, gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Das Konzept von «Bildung» hat in den letzten Jahren international an Bedeutung gewonnen.

Hintergrund des Projektes ist die Überlegung, dass aktuelle Entwicklungen – etwa im Hinblick auf die Demokratie, die Digitalisierung, den Klimawandel oder die aktuelle Pandemie – bei vielen Menschen Unsicherheit und Überforderung erzeugen. Um diese Entwicklungen bewältigen zu können, sind Gesellschaften aber auf eine lernfähige, aktive Bevölkerung angewiesen. Ganzheitliche Konzepte wie jenes der nordischen «Bildung» können dazu einen Beitrag leisten.
Sowohl wissenschaftliche Studien als auch die Praxis belegen, dass ganzheitliche Ansätze der Erwachsenenbildung Menschen dabei unterstützen können, sich in immer komplexeren Umgebungen zurechtzufinden und Fähigkeiten wie Toleranz, kritisches und kreatives Denken, Empathie oder Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln.

In den meisten Ländern, so auch in der Schweiz, stellt das traditionelle Bildungssystem aber arbeitsbezogene Kompetenzen in den Mittelpunkt. Andere, für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung ebenfalls wichtige Aspekte – wie die Entfaltung des individuellen Potenzials oder das Übernehmen von sozialer, politischer und ökologischer Mitverantwortung – haben im etablierten Bildungssystem einen geringeren Stellenwert.

Vor diesem Hintergrund will dieses Projekt das Potential eines ganzheitlich verstandenen Konzeptes von «Bildung» analysieren und für die Praxis der Weiterbildung stärker zugänglich machen.

Ziele

Das Ziel von BILDUNG ist demnach die Analyse des ganzheitlichen Konzeptes von «Bildung» und seines Potentials zur zukunftsorientierten Bewältigung von Herausforderungen wie den Wandel demokratischer Systeme, Digitalisierung, Klimawandel oder Qualifikationsdefizite (skills gap) sowie die Aufbereitung des Konzeptes für die Weiterbildung in der Schweiz und Europa.

Damit verbundene Teilziele sind:

  • Sensibilsierung von politischen Akteuren für das Potential ganzheitlicher «Bildung»
  • Bereitstellen von Leitlinien und Empfehlungen für Fachleute und Weiterbildungsanbieter, die das holistische Konzept von «Bildung» in ihrem Kontext umsetzen möchten

Zielgruppen sind:

  • Bildungsorganisationen
  • Fachleute in der Weiterbildung
  • Politische Akteure (Sensibilisierung)

Resultate

Die erwarteten Resultate des Projekts sind:

  • Grundlagenbericht und Video zu Konzept, Geschichte und Umsetzung von «Bildung» in verschiedenen europäischen Ländern (desk research). Das Konzept wird mit aktuellen Rahmenkonzepten der EU (Bsp. «Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen» und «European life competencies framework»)
  • Sammlung und Analyse von “Good Practice” aus verschiedenen Ländern und Erstellen von Hintergrundberichten zu vier Themen:
    1. «Bildung» und Demokratie
    2. «Bildung» und Digitalisierung
    3. «Bildung» und Nachhaltigkeit
    4. «Bildung und Grundkompetenzen
  • «Roadmap» für die Integration von Elementen des Konzeptes «Bildung» in nationale und regionale Weiterbildungssysteme sowie politische Rahmenbedingungen.
  • Webinare zu jedem der vier Themenfeldern

Ein Projekt des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung SVEB zusammen mit internationalen Partnern, finanziert von Erasmus+ und Movetia
Kontakt: Irena Sgier, Leitung Forschung, Entwicklung und Innovation des SVEB
https://alice.ch/de/sveb/projekte/bildung/ 

@pixabay/mohamed hassan

Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter

16. Kinder- und Jugendbericht der Deutschen Bundesregierung

Im November 2020 wurde der 16. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht. Der Bericht mit dem Titel «Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter» wurde von einer unabhängigen Sachverständigenkommission erarbeitet, in der auch die Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung mitwirkte. Er gibt einen umfassenden Überblick über das Feld der politischen und demokratiefördernden Bildung, zeigt unterschiedliche Perspektiven auf, um Institutionen und Konzepte der Demokratiebildung für die Altersgruppe der bis 27-Jährigen weiterzuentwickeln und macht zudem sehr deutlich, dass Politische Bildung nicht neutral ist, sondern sich im Gegenteil klar positionieren muss, wenn Menschenrechte oder die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage gestellt sind.

Der vollständige 16. Kinder- und Jugendbericht ist  als Download verfügbar:
https://www.bmfsfj.de/kinder-und-jugendbericht/gesamt

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat den Bericht ebenfalls als Kurzbroschüre veröffentlicht, welche die Kernaussagen zusammenfasst:
https://www.bmfsfj.de/kinder-und-jugendbericht/kurzbroschuere

Darüber hinaus hat ein junges Redaktionsteam den Bericht für junge Menschen aufbereitet und als Jugendbroschüre veröffentlicht:
https://www.bmfsfj.de/kinder-und-jugendbericht/jugendbroschuere

Hier geht es zur Podcast-Folge und zu Spotify:
https://bundeskongress-kja.de/on-air-podcast/
https://open.spotify.com/episode/1xQtsb6Iy2HmgAhCWm0qXN?si=xFu8UxHdSESgW7T_YuSPKA

 

@forum

Sommer mit Aussicht

Inspirationen für Ferien in der Schweiz bietet der Artikel im Forum – Pfarrblatt der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, Ausgabe 14/2020 vom 27. Juni 2020.

Vorgestellt werden einige Hotels und Bildungshäuser mit katholischen Wurzeln. Sie bieten Unterkunft in herrlicher Umgebung und Programme für Familien und Einzelreisende
und freuen sich auf Sommergäste aus der Schweiz…

Beitrag von Beatrix Ledergerber und Thomas Binotto, ergänzt mit Videosequenzen aus verschiedenen Häusern

forum – Pfarrblatt der Katholischen Kirche im Kanton Zürich

©pixabay

Corona und die Bildungshäuser

Die aktuellen Lockerungen ermöglichen die Wiederaufnahme der touristischen Einrichtungen.

Erwacht nun die Reise- und Ferienlust der Schweizer Bevölkerung? Wie wird sich die Nachfrage aus dem Ausland entwickeln?
… eine Chance für die Bildungshäuser?

Die Wiedereröffnung ist auf jeden Fall mit neuen grossen Herausforderungen verbunden. Für Hotel- und Gastrobetriebe ist wie für alle Unternehmungen und Organisationen die Einhaltung der strengen Vorgaben zum Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmenden und Kundinnen/Kunden unabdingbar.  Die zuständigen Branchen erarbeiten dafür Schutzkonzepte, die auf den Prinzipien zum Gesundheits- und Arbeitnehmendenschutz basieren, die das BAG und das Staatsekretariat für Wirtschaft SECO festgelegt haben. Die Betriebe müssen dabei die erforderlichen Personenabstände und Hygienemassnahmen planen und umsetzen.
Hauptverantwortlich für die Umsetzung der Schutzkonzepte sind die Unternehmen selbst, nicht der Staat. Die Aufsicht über die Umsetzung obliegt den Kantonen.

Die Fachverbände Gastrosuisse und HotellerieSuisse bieten branchenspezifische Informationen.
Die Tourismusbranchenverbände haben ein gemeisames Label „Clean & Safe“ lanciert, das das Vertrauen der Gäste ins Reiseland Schweiz stärken soll. > Medienmitteilung Schweiz Tourismus
Bezüglich Durchführung von Bildungsangeboten stellt der Dachverband für Bildung SVEB ein Schutzkonzept zur Verfügung, basierend auf den Grundprinzipien von SBFI und BAG für Präsenzveranstaltungen im Bildungsbereich, aktualisiert am 8.6.2020.

Beschlüsse des Bundesrates vom 27.5.2020, Medienmitteilung
Weblink BAG, Neues Coronavirus: Empfehlungen für Arbeitswelt und Schulen
Weblink SECO, Schutzkonzepte

/ 8.6.2020

Das Haus ist geschlossen. Gäste und Gruppen annullieren ihre Buchungen.
Wie gehen die Bildungshäuser damit um? Wie ist nun die Rechtslage? Wer trägt welche Kosten?

plusbildung hat einen Juristen um die Beurteilung der speziellen Rechtsfragen der Bildungshäuser gebeten. Hier seine Einschätzung.
Fazit: Im Vordergrund sollte eine einvernehmliche Lösung stehen, weil die Bildungshäuser ihre Kunden ja weiterhin als Gäste begrüssen und Veranstalter beherbergen wollen.

plusbildung Geschäftsstelle / 3.4.2020

Lassen Sie Kolleginnen und Kollegen an Ihren Erfahrungen, Erkenntnissen oder weiteren Fragen teilhaben  –  Schreiben Sie einen Kommentar…

©VerlagSKV

Online-Meeting-Knigge

Inwischen gehören online-Veranstaltungen und Video-Meetings schon fast zum Alltag. Aber vielleicht sind doch noch nicht alle so ganz vertraut damit…

Tipps, wie Sie sich online in ein gutes Licht setzen – von Susanne Abplanalp, angeboten vom Verlag SKV

Der Blog dazu von Lisa Gianotti, Uni Basel ist nicht nur für Studierende interessant…

 

©bischoefe.ch

Religion und Spiritualität @home

Besondere Zeiten bringen kreative Ideen hervor. Die Menschen unterstützen sich gegenseitig, solidarisieren sich, es entstehen tolle Projekte.
Begegnungen, Bildung – einiges ist möglich, mit neuen Formaten: Es gibt Webinars, online-Gottesdienste, gemeinsames Meditieren/Singen/Beten, „Kerzen vor dem Fenster“ und vieles mehr.

Hier eine Auswahl von Angeboten aus der Ökumenischen Bildungslandschaft. Sie wird laufend ergänzt.

Gottesdienst in Corona-Zeiten: Zusammenstellung von online-Gottesdiensten, Gebeten, Fürbitten, etc. des Liturgischen Instituts

Die Bibel Lesen: Tag für Tag mit dem Bibelleseplan 2020 (auch als APP erhältlich), ein Angebot der Schweizerischen Bibelgesellschaft und des Schweizerischen Katholischen Bibelwerks.

Sonntagslesungen – Auslegungen zu den Sonntagslesungen der römisch-katholischen Leseordnung, angeboten vom Schweizerischen Katholischen Bibelwerk, bibelwerk.ch.

Plan B – Reflexionen aus dem Homeoffice: die neue Webrubrik der Paulus Akademie reflektiert Fragen zur Zeit und will im digitalen Raum mit Denkanstössen herausfordern.

radiopredigt.ch – Radiopredigten von Radio SRF in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Medienzentrum und den Reformierten Medien als Podcasts oder als PDF.

taize.fr/de  – Gebete, Gesänge, Gedanken und Meditationen und vieles mehr aus Taizé.

kath.ch und ref.ch: die Portale für aktuelle Informationen aus der Kirchenlandschaft, Medienspiegel, Buch- und TV-Tipps.

RefLab.ch: Blogs, Podcasts, Newsletter – tolle Beiträge, reinschauen lohnt sich! ein Projekt der Reformierten Kirche des Kantons Zürich.

 

©Mattli Antoniushaus

Ferien in der Schweiz…

Das Mattli Antoniushaus hat am 18. Mai 2020 seine Tore wieder geöffnet.
Das Seminar- und Bildungszentrum hat in den vergangenen 14 Wochen ein ehrgeiziges Sanierungsprojekt durchgezogen und empfängt die Gäste nun mit einer aufgefrischten Fassade und modernisierten Zimmern. Gepflegte Bescheidenheit ist das Motto des Hauses, das von der Franziskanischen Gemeinschaft der deutschen Schweiz getragen wird. Gäste und Kursteilnehmende sollen sich willkommen, wohl und sicher fühlen. Die traumhafte Lage über dem Vierwaldstättersee, die spezielle Architektur, die trendig-schlichte Möblierung – das Mattli Antoniushaus verspricht nicht zuviel. Und nicht nur in Zeiten von Corona bieten Bildungshäuser attraktive Angebote für eine Auszeit – mit und ohne Bildung…

Mattli Antoniushaus

weitere Bildungshäuser in der ganzen Schweiz

 

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