©thinktank-transit.ch

TRANSIT

Think Tank für die Zukunft der Weiterbildung

Der Think Tank ist eine interdisziplinäre Plattform für die Weiterbildung und das Lernen der Zukunft.
Er entwickelt Thesen, Analysen und Szenarien zur Rolle der Weiterbildung in der Gesellschaft. Grundlage des Think Tanks ist eine breite, netzwerkbasierte Community. Thematisch stehen längerfristige gesellschaftliche Entwicklungen im Zentrum, die für das lebenslange Lernen relevant sind oder es werden könnten. Die Resultate des Think Tanks sollen Organisationen und Fachleuten im Weiterbildungsbereich Anregungen und Impulse für die eigene Weiterentwicklung geben.

Der Think Tank wurde 2017 vom nationalen Dachverband für Weiterbildung SVEB initiiert und befindet sich im Aufbau. Er wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI finanziell unterstützt.

 

Aktivitäten

Im Rahmen des Think Tanks finden Veranstaltungen in kleinen und grösseren Formaten statt:

  • interdisziplinäre Expertenworkshops
  • öffentliche Workshops für Fachleute im Weiterbildungsbereich
  • kleine Austauschformate wie Frühstück, Brown Bag Lunch oder Feierabendgespräche

Bislang haben mehrere Expertenworkshops stattgefunden, der letzte im Januar 2019. Die Veranstaltungen konzentrierten sich auf die Frage, wie Wissen heute entsteht und was das für die Zukunft der Bildung bedeuten könnte.

Einige Resultate aus den Workshops sowie erste Interviews mit den involvierten Expertinnen stehen auf der TRANSIT Website www.thinktank-transit.ch zur Verfügung.
Da der Think Tank interdisziplinär arbeitet und international vernetzt ist, wird ein Teil der Inhalte in englischer Sprache verfasst.
Die Ergebnisse der Veranstaltungen fliessen in die Trendanalysen und Publikationen des Think Tanks ein. Eine grössere Publikation ist für Sommer 2019 geplant

©Dialog en Route

Dialogue en Route

ein Vermittlungsprojekt zur Erkundung der kulturellen und religiösen Vielfalt der Schweiz, wo junge Menschen Jugendlichen die Vielfalt der religiösen Kulturen in der Schweiz näherbringen.

Vielfalt braucht Dialog, Dialog braucht Vielfalt. Der kulturelle Reichtum blüht auf, wo Menschen unterschiedlicher Religion, Kultur und Weltanschauung respektvoll und gleichberechtigt zusammenleben. Stätten und Wegrouten, die von der bewegten Geschichte und pluralen Gegenwart zeugen, bieten Vermittlungsangebote und Dialoganlässe.
Ob Gruppen, Schulklassen, Individualreisende – „Dialogue en Route“ ermutigt, mit offenen Augen unterwegs zu sein. Das Ziel ist es, dass auch Fremde nach dem Weg gefragt werden können. Und dass es ein Weg der Begegnung sein kann.

2017 startete das Projekt in den Regionen Ostschweiz und Zürich. 2019 wird «Dialogue en Route» landesweit realisiert.
Die Projektplattform präsentiert eine breite Auswahl an Exkursionen und Lernangeboten zum Erkunden der Vielfalt der Schweiz. Es gibt sowohl Angebote für Schulklassen wie auch für Gruppen und Vereine.

Das Projekt wurde initiiert von Iras Cotis und realisiert mit weiteren Partnern und Sponsoren.
enroute.ch

©Generationenakademie

Generationenakademie

Das Netzwerk für Generationenprojekte auf Initiative des Migros-Kulturprozent. Damit sich Menschen unterschied­licher Generationen begegnen. Und sich der gesellschaftliche Kitt festigt. 

Generationenprojekte sind Initiativen, die Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Lebenswelten Raum für Begegnung und Dialog ermöglichen – immer orientiert an den Bedürfnissen der Zielgruppe und vernetzt im lokalen Umfeld.

ANGEBOT: Tagungen, Workshops und Besuche bei Generationenprojekten. Professionell moderiert und auf den Erfahrungen der Teilnehmenden aufbauend. Das Angebot richtet sich an engagierte Menschen aus der Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik, denen das Miteinander von Generationen ein Anliegen ist. mehr…

PROJEKTE:  Einblick in Generationenprojekte, die in unseren Workshops entwickelt, diskutiert, überprüft oder verbessert worden sind oder die uns in unserem Netzwerk aufgefallen sind. mehr…
WISSEN: Arbeitsblätter, Fachwissen und individuelle Beratung zur Unterstützung bei der Initiierung von Generationenprojekten. mehr…
ÜBER UNS: Im Austausch mit anderen Akteuren lassen wir Neues entstehen. mehr…
©ethik22

Lebenslanges Lernen

Die Ausgabe 5/2019 von „ethik22 – Das Magazin“ ist dem Thema Weiterbildung gewidmet.

„Die Digitalisierung wir ihren Veränderungen wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, auch auf die Bildung. Der Schlüsselbegriff heisst ‚Lebenslanges Lernen‘. Im Idealfall ist dies das freiwillige, stete Ausweiten von Neugier, Wissen und Kompetenzen zur persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Entfaltung. …“
Auszug aus dem Vorwort von Thomas Wallimann-Sasaki, Theologe und Sozialethiker, Leiter von „ethik22“ 

Das Magazin greift ganz unterschiedliche Zusammenhänge und Aspekte bezüglich Weiterbildung auf und regt an, das Thema selber weiterzuverfolgen und im eigenen Umfeld auch weiterzudiskutieren…

Informationen und Abonnement > www.ethik22.ch

©KulturLegi / Caritas

KulturLegi

Bildung, Kultur, Sport und Freizeitaktivitäten für alle

590’000 Menschen in der Schweiz leben unter der Armutsgrenze, weitere 400’000 Personen sind armutsgefährdet. Dies hat weitreichende Konsequenzen: Armut führt häufig zu einer eingeschränkten Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben bis hin zu sozialer Isolation.

Die KulturLegi wirkt dem entgegen indem sie Kultur-, Bildungs- und Sportangebote für Menschen an der Armutsgrenze erschwinglich macht und so ihre Integration in das gesellschaftliche Leben fördert.

Günstiger ins Museum, zum halben Preis ins Kino oder reduzierte Kosten für einen Tanzkurs – Lichtblicke im oft schwierigen Alltag für Menschen mit schmalem Budget. Eine Nutzerin formuliert es folgendermassen: „Wenn ich Kultur ganz aus meinem Budget streichen müsste, würde ich verkümmern. Kultur ist für mich Seelennahrung.“

 

Ein Engagement von Caritas 

Seit mehr als zehn Jahren gibt es die KulturLegi in der heutigen Form. Derzeit nutzen rund 93’000 Menschen in der Schweiz dieses Angebot – das Bedürfnis nach Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben ist gross. Die KulturLegi leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Vision einer Schweiz, in der alle Menschen am sozialen, kulturellen und sportlichen Leben teilhaben können.

Solidarität zeigen – Angebotspartner werden

Über 2’550 Institutionen aus der ganzen Schweiz sind Angebotspartner der KulturLegi. Auch Sie können Menschen mit schmalem Budget den Zugang zu Kultur, Sport, Bildung und Gesundheit ermöglichen. Gewähren Sie Nutzerinnen und Nutzern der KulturLegi Rabatte von 30 bis 70 Prozent auf Ihr Angebot.

Ihr Engagement als Angebotspartner der KulturLegi lohnt sich doppelt. Zum einen gewinnen Sie neue Kundinnen und Kunden, die sich Ihr Angebot sonst nicht leisten könnten. Ihr Unternehmen wird dazu in unseren Kommunikationskanälen erwähnt.
Zum anderen zeigen Sie mit Ihrem Engagement Solidarität mit Menschen, die über knappe finanzielle Mittel verfügen und nehmen so eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung wahr, die Sie in Ihrer Kommunikation gerne verwenden können.

Weitere Informationen und Kontakt > www.kulturlegi.ch

©Brunner Median AG

Aus Büchern lernt man besser

neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung…

Printmedien schärfen die Aufmerksamkeit und haben für die Augen ein geeignetes Format

Der Blogbeitrag von Martin Imhof, Brunner Medien AG ist ein lesenswertes Votum für die gedruckten Medien > https://www.bag.ch/blog/32289-3869/Warum-man-aus-Buechern-besser-lernt.html?s=108

©ssab

Die digitale Transformation

Die Schweizerische Stiftung für audiovisuelle Bildungsangebote (SSAB) vernetzt Organisationen und Institutionen aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Verwaltung, Verbänden und Politik. Ihr Fokus ist die digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf die Aus- und Weiterbildung in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie erleichtert den Wissens- und Erfahrungsaustausch, die Bündelung von Know-how, die Diskussion neuer Trends und Entwicklungen, und sie fördert die Kooperation ihrer Partner.

In den jährlichen März-Tagungen werden je unterschiedliche Aspekte der Digitalisierung reflektiert, dies stets mit dem Fokus auf den Herausforderungen für das Bildungswesen und der Nutzung der neuen Bildungstechnologien.
Berichte und Präsentationen dieser Tagungen stehen allen Interessierten auf der Website der SSAB zur Verfügung.

  • Tagung 2019
    Wie bewältigen wir exponentiell wachsendes Wissen?
    In den bisherigen März-Tagungen stand die Nutzung der neuen Bildungstechnologien für ein effizientes Lernen zur Diskussion. Sind diese auch einem „hirngerechten Lernen“ förderlich? Die Hirnforschung rückt immer mehr ins Zentrum, wenn es um die Frage geht, wie wir lernen und wie wir mit dem exponentiellen Wissenszuwachs zurechtkommen können.
  • Tagung 2018
    Künstliche Intelligenz & Robotik im Bildungswesen
    Welche Chancen eröffnen sich und welche Risiken sind zu beachten?
  • Tagung 2017
    Big Data & Learning Analytics
    Was bringt die Personalisierung des Lernens im Rahmen der digitalen Transformation?
  • Tagung 2016
    Réalité virtuelle ou réalité augmentée?
    Das pädagogische Labor an der Schnittstelle von physischer und virtueller Welt 
  • Tagung 2015
    Fachkräftemangel? 
    Innovative Lösungen mit neuen Technologien

Die SSAB ist eine Nonprofit-Organisation und für alle Organisationen offen, die sich für ein innovatives Bildungswesen einsetzen.
ssab-online.ch

@pixabay

Bildung à la carte

neue überraschende Formate aus dem Bildungssetzkasten – ein plusbildung-Projekt entwickelt sich…

Ausgangslage: Der Bund hat plusbildung einen Auftrag erteilt, mit einem Projekt für Bildung zu sensibilisieren und Bildungsmarketing über kirchliche Kanäle zu betreiben. Für plusbildung kommt ein Synergieeffekt zustande, da sich dadurch die Möglichkeit ergibt, auf neue Art und Weise für eigene Bildungsanliegen zu sensibilisieren und die eigenen Angebote zu kommunizieren.

 

Kriterien: Als Sensibilisierungsprojekt planen wir niederschwellige Projekte, die auf weitere Bildungsangebote hinweisen und einladen. Sie sollen überraschen und von kurzer Dauer sein. Sie orientieren sich am aufsuchenden Prinzip im öffentlichen Raum und rechnen eher mit zufälligen als mit geplanten Begegnungen. In allen Projekten stehen Gespräche im Mittelpunkt, die von den Fragen der Anwesenden geleitet werden. Dem Eingangstor zum Dialog mit Menschen in Form einer Inszenierung ist deshalb besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Prozess: Erste Ideen sind geboren und wurden mit einem Planungstool, dem «Bildungssetzkasten», skizziert. Das Werkzeug ist ausgerichtet auf die Erprobung von neuen und einzigartigen Formaten. Es besteht im Moment eine Sammlung von kleinen Inszenierungen, die Bildung erfahren und reflektieren lassen. Die Ausführung ist jeweils lokal angepasst. Die Sammlung im Bildungssetzkasten kann jederzeit erweitert werden. Im ersten Halbjahr 2019 werden mit Probeläufen erste Erfahrungen gesammelt. Diese werden den Mitgliedern von plusbildung dann jeweils zugänglich gemacht.

 

Projekttitel: Mit dem Titel «Bildung à la carte – ein Projekt von plusbildung» wird der ursprüngliche Arbeitstitel «Bildungssonntag» abgelöst. ‘Bildung’ verweist nüchtern aber deutlich auf unsere Angebote, ‘à la carte’ legt den Akzent auf das Angebot der Mitglieder von plusbildung und die Wünsche, Bedürfnisse sowie Sehnsüchte der Angesprochenen. Die einzelnen Projekte werden dann mit einem eigenen, passenden Slogan angekündigt.

 

St. Gallen, Dezember 2018
Daniel Schmid Holz, Annemarie Bieri, Thomas Bachofner

formationplus

formationplus

… auf dem Weg zum sprachregionalen Netzwerk – réseau oecuménique suisse de la formation continue

Bereits zum zweiten Mal haben sich kürzlich Vertreterinnen und Vertreter von kirchlichen Bildungsorganisationen und Bildungshäusern der Romandie getroffen und sich ausgetauscht über Erwartungen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für ein sprachregionales Netzwerk. Das in der Deutschschweiz gut etablierte Netzwerk von plusbildung liefert dazu Inspirationen und Inputs. formationplus soll aber nicht zur französischsprachigen Kopie von plusbildung werden, sondern eigenständig eigene Themen und Schwerpunkte setzen und verfolgen. Die beteiligten Bildungsfachleute sind interessiert und motiviert, erachten den Austausch und die mögliche Zusammenarbeit im Rahmen eines «réseau oecuménique suisse de la formation continue» als Bereicherung. Die Bildungslandschaft der Romandie ist ebenso heterogen wie in der Deutschschweiz, die einzelnen Organisationen sind ganz unterschiedlich aufgestellt. Und doch verbindet sie ihr Angebot, haben sie ähnliche Herausforderungen zu bewältigen, sodass der informelle Austausch über gemeinsame Themen sehr willkommen und hilfreich ist.

Der  Austausch untereinander soll deshalb institutionalisiert werden. Zusätzlich wird eine jährliche sprachregionale Fachveranstaltung initiiert. Ein erster Workshop wird am Dienstagmorgen, 26. November 2019 stattfinden. Ein kleiner Ausschuss mit katholischen und reformierten Bildungsfachleuten aus verschiedenen Kantonen und unterschiedlichen Organisationen wird die weitere Planung und Vorbereitung in Angriff nehmen. Inwiefern Web-Informationen und Newsletter als Kommunikationsmedien eingesetzt werden können, gilt es auszuloten und auszuprobieren. Und vielleicht entstehen auch gemeinsame öffentliche Veranstaltungen – Ideen dazu sind durchaus vorhanden.

Zum Austausch auf gesamtschweizerischer Ebene lädt die Herbsttagung 2019 am 26. und 27. November in Fribourg ein – ganz bewusst im «Röschti-Graben».

 

Susanne Gabriel,
Geschäftsstelle plusbildung

©plusbildung

Markenentwicklung als Schritt zum Erfolg

oder der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!

An der plusbildung Herbsttagung 2018 präsentierten zwei Mitglieder zur Einstimmung ins Thema ihren Weg zur Marke.

Fokus Theologie ist die neue Marke von wtb. Für wtb – Deutschschweizer Projekte Erwachsenenbildung hat das Projekt «neuer Webauftritt» zu einem neuen Erscheinungsbild mit neuem Namen und Logo geführt. Der neue Name stellt klar, worum es geht. Schritt für Schritt wird nun das Marketing entwickelt und aufgebaut.

Das Lassalle-Haus hat im Zusammenhang mit der umfassenden Gebäudesanierung die bereits etablierte Marke sanft überarbeitet, vertieft und geweitet. «Stille bewegt» ist der neue Claim des Bildungshauses, dessen USPs Stille, Zen und Architektur sind. Die Architektur steht sinnbildlich für die Marke. Dass das Lassallehaus ein Ort der bewegten Stille sein will, hat seinen Preis. So besteht die Belegung zu 80% aus Eigenkursen. Gastgruppen werden nur dann beherbergt, wenn die Stille im Haus gewahrt bleiben kann.

 

«Was kann die Entwicklung einer Marke zur erfolgreichen Wahrnehmung unserer Angebote beitragen?»

Es tönt eigentlich ganz einfach und erstrebenswert: Marketing ist, aus einem halbleeren ein halbvolles Glas machen. Eine starke Marke bedeutet dreierlei: gehört werden – verstanden werden – in Erinnerung bleiben. Wer will das nicht?

Prof. Dr. Jürgen Häusler, ein international anerkannter Markenexperte, stellte zu Beginn seines Vortrags drei Leitfragen in den Raum: Ist die Entwicklung zu Marken für kirchliche Bildungsorganisationen und Bildungshäuser wünschbar? Machbar? Optional? Aus diesen Fragen entwickelte er eloquent seine Thesen, die provozierten und zu einer lebhaften Diskussion anregten.

Kirchliche Bildungsorganisationen und Bildungshäuser sind prima facie keine überzeugten Markenmacher, weil sie nicht „zynisch genug“ sind. Kirchliche Organisationen identifizieren sich mit dem „Fisch und dem Köder“, wobei Fisch für die potenziellen Teilnehmenden und die Köder für die Marketingprojekte stehen. Dabei, so Häusler, muss der Köder nur dem Fisch schmecken, nicht den Anglern! Aber muss man wirklich einen gewissen zynischen Umgang mit dem eigenen Angebot pflegen, um erfolgreiches Marketing betreiben zu können?

Zugleich betonte Häusler, dass Kirchliche Bildungsorganisationen und Bildungshäuser keine andere Wahl haben, als sich auf dem Markt erkennbar zu machen. Der „religiöse Markt“ konkurriert mit dem „Freizeitmarkt“ und seinen vielseitigen Angeboten. Die Teilnehmenden sind die gleichen, die am Wochenende auf Städtetour gehen oder in die Berge fahren.
Konsumenten sind kirchlichen Bildungsorganisationen und Bildungshäusern suspekt, so Häusler. Dennoch ist die Frage nach der eigenen Zielgruppe Vorbedingung für ein gelingendes Marketing. Inwieweit stellen sich kirchliche Bildungsorganisationen bereits den Herausforderungen einer grundlegenden Kundenorientierung? Wird gründlich genug über Köder nachgedacht?

Benchmark-Kenntnisse sind Gold wert. Wer sind die anderen Angler, wie heisst die Konkurrenz? Dabei sind die innerkirchlichen Konkurrenten eher zu vernachlässigen. Was machen die SBB, Studiosus, Hotels, Migros Klubschulen u.a. besser, erfolgreicher oder ggf. auch schlechter?

Kirchliche Bildungsorganisationen und Bildungshäuser könnten als starke Marken erfolgreicher werden. Das Thema muss jedoch strategisch verstanden und angegangen werden und erfordert entsprechenden Aufwand. Nur eine Organisation, die eine klare Strategie hat, wird die richtigen Marketing-Instrumente entwickeln.
Eine starke Marke schafft Orientierung, weckt Vertrauen und sorgt für Identifikation – das macht eine Organisation effizienter, unterscheidbarer und resilienter. Eine starke Marke löst Kommunikationsprobleme, indem sie den Blick in die Zukunft richtet, den zukünftigen Weg vorzeichnet – nach aussen und innen, glaubwürdig und ambitioniert, eine angestrebte Position beschreibt, die Dritte anspricht.
Zuerst steht also die Strategie. Sie steuert umfassend alle Dimensionen der Organisation: Ziele, Prozesse, Leitung, Mitarbeitende und vor allem die Kommunikation nach Innen und nach Aussen.

Wie viele andere Unternehmen gibt es auch in kirchlichen Bildungsorganisationen und Bildungshäuser „einen Elefanten im Raum“!  Im Falle der Mitglieder von plusbildung ist das die Organisation Kirche, die mit vielen Plus, aber auch mit vielen Hypotheken belastet ist. Insofern strahlt das Image der Grossorganisation „Kirche“ auch auf die Bildungshäuser und Bildungsorganisationen aus. Sie werden als Teil der Kirchen wahrgenommen.
Es ist klar, dass man einen Elefanten schlecht verstecken kann und es auch nicht versuchen sollte. Notwendig ist ein offener und kreativer Umgang mit diesem Elefanten. Es ist und bleibt immer der Gast und es sind die Teilnehmenden, die entscheiden, ob sie einem Haus resp. einem Bildungsanbieter Vertrauen schenken oder nicht.
Ein modernes Marketing weiss, dass offene Fragen oder Zweifel beim Kunden gar nicht erst aufkommen dürfen. Zugleich darf sich die Organisation nicht in unproduktive oder verhängnisvolle Erklärungen verlieren. Es muss klar sein, wovon geredet wird. Es gilt, für das Angebot die treffenden Worte zu finden.

Marketing und Markenentwicklung verändern kirchliche Einrichtungen.
Zum Schluss seines Impulses gab Häusler zu bedenken, dass die Kirchen auch heute noch Vorbilder für Marken sind, respektive: die Kirchen gehören historisch zu den ältesten Marken. Marken, die bis heute überlebt haben. Heute werden Religionen zu Marken, und Marken werden zu Religionen. Religion und Marke als Konkurrenten? Ein endloses Thema…

Der Vortrag von Häusler gab und gibt viel zu denken und zu diskutieren. Das Thema Markenentwicklung trifft einen Nerv! Die Hausaufgaben sind klar und tierisch. Sie haben mit Elefanten, Fischen, Ködern und Anglern zu tun.
Gemeinsam werden wir an der Herbsttagung 2019 – am 26. und 27. November in Fribourg – den Faden wiederaufnehmen und weiter diskutieren.

Claudia Mennen & Susanne Gabriel,
plusbildung

 

Link zur Tagungsdokumentation mit:

  • Präsentation von Prof. Dr. Jürgen Häusler
  • Bildprotokolle Themenspeicher und Gruppenarbeiten
  • Präsentation von Joel Singh «Crossiety – Der digitale Dorfplatz für ein cleveres Zusammenleben» (Abendprogramm, Bsp. für Start-up – Markenentwicklung)

 

 

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